Trendlinien und Kanäle

Lektion 1: Support und Resistance

Trendlinien und Kanäle

Trendlinien sind eine sehr häufig genutzte Form der technischen Analyse. Im Grunde genommen sind es auch Unterstützungs- und Widerstandslinien. Mit dem einzigen (aber sehr großen) Unterschied, dass sie sowohl steigen, als auch fallen können. Sie gelten dabei aber immer noch als Unterstützung und Widerstand. Hier ein Beispielbild für eine aufsteigende Trendlinie:

The trend is your friend! - Zumindest solange bis er bricht...

The trend is your friend! – Zumindest solange bis er bricht…

Wie man sieht, zeichnet man bei einem Aufwärtstrend eine Trendlinie einfach an den jeweiligen, einfach zu erkennenden Supportpunkten ein. Genauso gilt das Ganze auch umgekehrt für Abwärtstrends nur das man hier die Linie nicht entlang der aufsteigenden Supportpunkte zeichnet, sondern entlang der absteigenden Widerstandspunkte.

Drei wichtige Fakten zu Trendlinien

Fakt 1:

Bei der Bildung einer Trendlinie gilt dieselbe Regel wie auch für Unterstützungs- und Widerstandslinien. Es sind mindestens zwei Berührungspunkte nötig um eine Linie zu definieren. Jeder Berührungspunkt darüber hinaus macht die Trendlinie stärker und verringert die Wahrscheinlichkeit, dass sie durchbrochen wird.

Fakt 2:

Wird sie letztendlich durchbrochen, ist die Kraft mit der der Durchbruch stattfindet umso heftiger, je öfter der Kurs vorher schon an den entsprechenden Resistance- und Supportpunkten gescheitert ist.

Umso steiler der Anstieg (oder der Fall) einer Trendlinie, desto weniger Verlass ist auf diese Linie und umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie durchbrochen wird.

Kanäle

Die sogenannten Channels (auf Deutsch: Kanäle) sind eine sehr häufig genutztes Werkzeug der technischen Analyse. Alles was man machen muss um einen Kanal sichtbar zu machen ist, eine parallele Linie zur schon vorhandenen Trendlinie zu zeichnen. Das Ganze würde an unserem Beispiel von vorhin dann so aussehen:

Wichtig: Sowohl Support, als auch Resistance steigern sich parallel.

Wichtig: Sowohl Support, als auch Resistance steigern sich parallel.

Trading Tipp

woman with her finger upEs gibt zwei Möglichkeiten, Kanäle sehr effektiv zu traden. Aber erst mal eine Warnung:

Es ist sehr wichtig, dass beide Linien wirklich parallel zueinander verlaufen!

Tun sie das nicht, ist es auch kein Kanal. Und dann gilt die Regel zum Ein- und Ausstieg in die Trades auch nicht. Man sollte da wirklich ehrlich sein und sich den Kurs nicht „schön malen“. Das kann sonst zu schlechten Trades führen. Doch nun zu den Trading Tipps:

Im Kanal traden: Generell kann man sagen, dass an der Unterseite (also den Unterstützungspunkten) des Kanals gekauft werden kann. Bildet der Kurs hingegen einen Widerstandspunkt, ist ein guter Zeitpunkt zu verkaufen. Hier ist es wichtig, sicher zu stellen, dass der Kurs auch wirklich in die andere Richtung verläuft und man nicht genau auf der „Linie“ tradet. Man sollte immer warten, bis sich eine komplette Candle in der umgekehrten Richtung gebildet hat. Dadurch verpasst man zwar ein paar Pips Profit, stellt aber sicher, dass der Handel nicht in den Stop Loss läuft.

Den Ausbruch traden: Die zweite Möglichkeit den Trade zu beginnen ist natürlich der Durchbruch des Kanals. Sobald eine Candle definitiv außerhalb des Kanals abgeschlossen hat, und die Trendlinie damit ganz sicher durchbrochen ist, kann man einen Trade in die entsprechende Richtung setzen.

Tradingvariante 1

Tradingvariante 1

Tradingvariante 2

Tradingvariante 2

 

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Die wichtigsten Chartmuster – mit “Take Profit Tipp”!